Aufbau eines Hügelbeets

Aufbau eines Hügelbeets

Wir haben bei uns im Garten vor einigen Wochen ein Hügelbeet angelegt, dass gegenüber einem Hoch- oder Flachbeet ca. ein Drittel mehr Pflanzfläche bietet.
Wie man so ein Hügelbeet anlegt, erfährst du hier:

Die Hügelbeetfläche wird zwei Spaten tief ausgehoben.

 

In die Mitte werden dickere Äste in eine Rille eingelassen – sie dienen als Wasserspeicher.

 

Die dicken Äste werden dünn mit Erde bedeckt, es folgt eine Schicht mit kleinerem Geäst.

 

Auf dieser Lage wird guter Pferdemist verteilt…

 

…bevor eine Schicht mit nur halb verrottetem Kompost folgt.

 

Lage für Lage gehts weiter: Hier sind jede Menge trockene Halme und feines Geäst zu sehen. Die diversen Schichten dienen als inneres Gerüst des Hügelbeets und außerdem der Durchlüftung, der Drainage und nicht zuletzt dem Humusaufbau.

 

Zwischendrin wird immer wieder gegossen.

 

Eine dickere Erdschicht wird aufgetragen und in Form gebracht.

 

Hier noch eine Lage Stroh und außerdem Schafwolle. Letztere speichert Feuchtigkeit und düngt die Erde.

 

Nach einem Haufen Laub…

 

…wird der restliche Aushub auf das Beet geschaufelt und geformt.

 

Eine Plane schützt das fertige Hügelbeet vorerst vor dem Austrocknen, bis ausgesät wird.

 

Angelegt ist das Hügelbeet auf mehrere Jahre: Im ersten Jahr werden hier Starkzehrer angebaut (Kürbisse/Kartoffeln), in den nächsten Saisons folgen Mittelzehrer und schließlich Schwachzehrer. Mit der Zeit wird das Hügelbeet immer mehr in sich zusammensacken. So ein Hügelbeet ist ein wichtiges Element der Permakultur und unser Ziel ist, das dort wachsende Gemüse nicht zu wässern. Mal sehen, was das Wetter dazu sagt.

Text und Bilder: Katharina Schleich

 

 

One comment

  1. Bert Brune

    Liebe Gärtnerinnen und Gärtner,

    als wir vor vielen Jahren in Dellbrück wohnten, besuchte ich oft das Gelände am Thurner Hof.. Klaus Paier, der Gründer des Gartens, den ich von der VHS her kannte, hatte mir einen Stuhl auf die Wiese gestellt, und ich saß dort und machte meine Notizen (heute auch, aber seltener).
    Ich habe sie jetzt in einem Buch zusammengefasst mit dem Titel “Der Hofdichter” (unter dieser Bezeichnung nahm mich Klaus ein bisschen auf den Arm), Untertitel:. Ein Jahr im Biogarten am Thurner Hof.”
    Man kann das Buch (für 10 € bei “Trehörn” bekommen, im Weinladen am Marktplatz, und auch in den beiden Buchhandlungen an der Hauptstraße, oder auch bei mir.
    Dann weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Säen, Pflanzen, Ernten…
    Bert Brune

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