Eselsdistel – Onopordum acanthium

Die Eselsdistel ist eine zweiijährige Pflanze. Im ersten Jahr erscheint (wie bei den zweijährigen Pflanzen üblich) nur eine Blattrosette. Im zweiten Jahr wächst die Eselsdistel zu imposanter Größe heran. Sie kann bis zu 2 Meter hoch und 1 Meter breit werden. Im Staudenbeet ist sie eine spektakuläre Strukturpflanze. Die Blütenköpfe sind violett, werden bis zu 5 cm groß und erinnern an kleine Artischocken. Angeblich sind sie auch eßbar. Die weißsilbrige Färbung von Stängel und Blättern kommt durch die dichte, filzige Behaarung, die das Sonnenlicht reflektiert.

Die Blüten der Eselsdistel sind wie alle Distelblüten reich an Nektar und für Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen sehr interessant. Ein Tee aus den Blättern soll entwässernd wirken.

Ursprünglich stammt die Eselsdistel aus dem Mittelmeerraum, ist aber an trockenen, warmen und sonnigen Stellen in ganz Europa anzutreffen. Auf magerem Boden gedeiht die Eselsdistel nicht so gut, sie ist ein Stickstoffzeiger. Der Name soll zum Ausdruck bringen, daß dieses dornige Gewächs noch nicht einmal von Eseln gefressen wird. In den USA gilt sie als invasive Pflanze, die Schotten wiederum haben sie zu ihrer Wappenblume gemacht.

Vorkommen in der Natur: an trockenen, sonnigen Weg- und Feldrändern
Vorkommen im Biogarten: im Scheunenwandbeet vor der Kletterrose

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