Die erste Honigernte 2020

Am 3. Mai-Wochenende wurde am Thurner Hof der erste Honig des Jahres geschleudert – die Frühtracht.

Zeitgemäß leider in Minimalbesetzung haben wir uns die Arbeiten aufgeteilt. Während ich bei den Völkern die Honigwaben geerntet und zum Schleuderraum transportiert habe, hat Günter zusammen mit seinem Sohn die Waben entdeckelt und anschließend geschleudert.

Angefangen hat die Honigernte bereits am Tag vorher.
Da musste alles vorbereitet werden: Geräte und Honigeimer wurden gründlich gespült und der Schleuderraum gereinigt und eingerichtet.

Samstag ab 9 Uhr wurden dann die Honigwaben aus den Völkern geerntet. Es mussten nur noch wenige Bienen von den Waben abkehrt werden, da wir 24 Stunden zuvor die Bienenfluchten eingelegt hatten.

Von insgesamt 9 VHS-Völkern konnten wir ungefähr 80 Waben mit reifem Honig ernten.

Entnahme der Honigwaben aus den Völkern
(Abkehren letzter Bienen von den Honigwaben)

Eine Kiste (Zarge) mit 10 Waben bringt dann locker schon mal 25 kg auf die Waage. Da tut man sich leichter, wenn man alles auf einer Schubkarre zum Schleuderraum transportieren kann.

Transport der Zargen
(Transport der Honigwaben zum Schleuderraum)

Im Schleuderraum nahmen Günter und sein Sohn die Honigwaben dann in Empfang. Zunächst wurden die Waben entdeckelt. Normalerweise, wenn viele Leute mithelfen, entdeckeln wir mit einer Entdeckelungsgabel. Da wir aber alleine waren, haben wir das dieses Mal mit Heißluft gemacht. Das ist weniger arbeitsintensiv, aber genau so schonend.

Honigwabe auf Entdeckelungsgeschirr
(Entdeckeln mit Heißluft – schnell und doch schonend)

Anschließend kamen die Waben dann in die Schleuder. Hier rächte sich ein wenig der Einsatz der Bienenfluchten. Das Fehlen der Bienen im Honigraum ließ die Waben über Nacht (nur ca. 5 °C ) stark abkühlen. Der dadurch sehr zähe Honig ging natürlich eher schlecht aus den Waben. Das erforderte den vollen Einsatz an der Schleuder.

Honigschleuder
(Voller Einsatz an der Honigschleuder)

Nachdem die Waben im Raum etwas wärmer geworden waren, ging es dann besser. Aber nicht nur die niedrige Temperatur machte den Honig besonders zäh. Auch der Wassergehalt war in der Regel deutlich unter 18%. Aber das ist auch gut so.

Honig läuft aus der Schleuder ins Sieb
(Der Honig läuft zäh aus der Schleuder – der eingefangene Geschmack des Frühjahrs 2020)

Insgesamt haben wir etwas über 100 kg geerntet.

Und wie schmeckt der neue Honig? Natürlich sehr lecker. Aber probiert doch selbst …

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