Lorbeer ? Ist das nicht ein Mittelmeergewächs ? Ja, aber der echte Lorbeer ist zumindest im Kölner Bereich auch ausgepflanzt winterhart. Er braucht einen warmen, geschützten sonnigen Platz mit durchlässigem, humosen Boden.

Der Lorbeer ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum. Er hat kleine, unscheinbare gelbliche Blüten, die im April erscheinen, und schwarze Beerenfrüchte. Die Beeren (wenn die Pflanze einmal Früchte trägt, was bei uns selten vorkommt) können ebenso wie die Blätter als Gewürz an herzhafte Eintöpfe, Kohl- oder Fleischgerichte gegeben werden. Sie enthalten Bitterstoffe und ätherische Öle.

Der Lorbeer ist eine alte Symbolpflanze. Er soll vor Blitzeinschlag schützen und Dämonen vertreiben. In der Antike wurden die Sieger der Olympischen Spiele mit Lorbeer bekränzt und auch die römischen Feldherren trugen beim Triumphzug einen Lorbeerkranz. Selbst heutzutage ruht sich mancher noch „auf seinen Lorbeeren aus“.

Und was, wenn es doch einmal richtig friert ? Dann sollte man den Lorbeerstrauch schattieren, damit nicht die immergrünen Blätter nicht zuviel Wasser verdunsten, was aus dem gefrorenen Boden nicht nachgeliefert werden kann. Viele immergrüne Pflanzen erfrieren nämlich im Winter nicht, sie vertrocknen.
Wenn man also dem Lorbeer an kalten, sonnigen Wintertagen einen Jutesack oder ähnliches überstülpt und darauf achtet, daß der Boden mit einer schützenden Decke aus Laub abgedeckt ist, überlebt der Strauch den Winter auch bei uns. In kühleren Regionen wie der Eifel sollte man den Lorbeer besser nur als Kübelpflanze halten und im Spätherbst an einen frostfreien, ungeheiztem und hellen Platz überwintern.

Vorkommen in der Natur: Mittelmeerraum

Vorkommen im Biogarten: Kräuterbeet

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