Pflanze des Monats 3-2016 – Märzveilchen

Velichen MH 2016-2

violette Veilchenblüten

Das Märzveilchen blüht tief-violett und gehört zu den Veilchenarten, die auch duften. Die herzförmigen Blätter sind immergrün.

Mit dem Aroma der Wurzeln, Blätter und Blüten kann man Liköre und Konfekt würzen und mit den kandierten Blüten Gebäck und Desserts verzieren.

Veilchenduft wird in der Parfümindustrie allerdings meist aus einer ähnlich wie Veilchen duftenden Iriswurzel gewonnen. Continue reading

Pflanze des Monats 12-2015 Die Endivie

Endivie - CU

breitblättrige Endivie

Endivien verkraften leichte Minusgrade und ermöglichen so selbst im Winter eine frische Salaternte, obwohl die Endivie ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt und dort schon seit der Antike kultiviert wurde.

Die Blätter sind eher robust und leicht bitter. Wegen dieser Bitterstoffe gilt die Endivie als verdauungsfördernd. Ausserdem ist sie reich an Mineralien, Vitaminen und Ballaststoffen.

Die Bitterkeit der Blätter läßt sich durch Bleichen verringern. Dazu klappt man die äußeren Blätter über dem neuen Austrieb zusammen und fixiert sie mit Kordeln oder setzt spezielle Bleichkappen auf das Herz der Pflanze. Die neu austreibenden Blätter werden auf diese Weise nicht der Sonne ausgesetzt und härten so weniger aus und lagern sowohl weniger Chlorophyll als auch weniger Bitterstoffe ein. Continue reading

Pflanze des Monats 11-2015, Wilde Karde

IMGP1648 (942x1024)

Fruchtstände der Wilden Karde

Die Natur räumt am Ende des Herbstes nicht auf, sondern läßt auf Wiesen, an Wegrändern oder Gehölzsäumen alles eintrocknen, was an Halmen, Blättern und Samenständen in den vergangenen Monaten gewachsen ist.

Ein besonders eindrucksvoller Fruchtstand ist der von der Wilden Karde mit seiner ellipsoiden Form, den vielen kleinen Samenfächern und den geschwungenen Hüllblättern. Im Biogarten lassen sich derzeit zwei Distelfinken die ölhaltigen Samen schmecken.

Wilde Karden sind 2-jährige Pflanzen, die das ganze Jahr über etwas zu bieten haben. Die diesjährigen bis zu 40 cm großen Blattrosetten leuchten vom Herbst bis zum nächsten Frühjahr hellgrün und sind mit regelmäßigen scharfen spitzen Erhebungen versehen. Im daran anschliessenden Sommer öffnen sich die ersten hellvioletten Blüten am Äquator des Blütenstandes und erblühen erst danach sowohl nach oben als auch nach unten. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge schätzen diese Blüten sehr. Continue reading

Pflanze des Monats 10-2015 Die Hundsrose

Hagebutten (768x1024)

Früchte der Hundsrose

Zu einer Zeit, in der nur noch weniges blüht, setzen die Hundsrosen mit ihren roten Früchten an langen überhängenden Zweigen einen leuchtenden Akzent in der herbstlichen Natur.

Die Hagebuttenfrüchte haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und Karotinoiden und können frisch zu Marmelade oder Saft verarbeitet oder getrocknet als Tee verwendet werden. Das Auskratzen der mit Härchen versehenen Samen ist allerdings extrem mühsam.

Im Herbst sind Hagebutten für Vögel eine wertvolle Nahrung, im frühen Sommer werden die Blüten von vielen Insektenarten angeflogen.  Sie blühen hellrosa oder weiß, je sonniger der Standort, um so üppiger, allerdings nur einmal und nur für einen kurzen Zeitraum. Im Schatten können Blüten und Früchte ganz ausbleiben. Continue reading

Pflanze des Monats Juli-2015 – Die Stockrose

IMG_2214 Stockrose

Stockrose mit roten Blüten

Mit Höhen von 2 Metern und mehr gehört die Gartenstockrose zu den imposantesten Sommerstauden. Das Farbspektrum der Blüten reicht von weiß über gelb und rosa und bis hin zu fast schwarzen rot und lila Tönen. Bei selbst geerntetem Saatgut ist die Farbe der neuen Pflanzen allerdings immer eine Überraschung, abhängig davon, von welchen wohlmöglich andersfarbigen Pollen die Blüte bestäubt wurde.

Verwandt sind Stockrosen mit vielen anderen Malvenarten, wie dem Roseneibisch, der Wilden Malve und Gehölzen aus der Hibiskus-Familie.

Aus den Blättern vieler Malvenarten kann man einen süßsäuerlichen Tee brühen, der wegen der darin enthaltenen Gerb- und Schleimstoffe auch zur Linderung bei Erkältungskrankheiten eingesetzt wird. Continue reading

Pflanze des Monats Juni 2015 – Das Geißblatt

Lonicera (800x583)
gelbe Geisblattblüte rot überlaufen

 Vor allem in den Abendstunden verbreitet das Waldgeißblatt einen aromatisch, blumig süßen Duft, weil es sich zur Bestäubung seiner Blüten auf nachtfliegende Insekten – Nachtschwärmer und Motten – ausgerichtet hat.

Ein Hingucker sind auch die vielen großzügig geschwungenen Lippenblüten, die von blassgelb nach dunkelrot changieren können.

Das Geißblatt siedelt gerne an feuchten Waldrändern oder in Hecken, so dass die Wurzeln beschattet sind, während die Blüten soweit wie möglich dem Licht entgegen ranken. Continue reading

Pflanze des Monats Mai 2015 – Der Beinwell

Der Beinwell ist eine Wildstaude, die im Garten viel zu bieten hat. Die von blaurot und violett bis weiß changierenden Blüten bieten Nahrung für Bienen und Hummeln und die Blätter können zwei- bis dreimal im Jahr zum Mulchen oder Ansetzen nährstoffreicher Düngejauchen verwendet werden.

Beinwell1 (600x800).jpg

Beinwell mit blaurötlichen Blüten

Während Bienen den Nektar im Inneren der Blüten gut erreichen können, müssen kurzrüsselige Hummeln die Blüten seitlich anbohren.

Sind im Juni die ersten Samen gereift, kippen die abgeblühten Stängel zur Seite und die Staude treibt binnen weniger Tage aus der Mitte neu.  Das ist der ideale Zeitpunkt, die alten Stängel zu schneiden und als grünen Mulch auf Beete zu legen, um das Austrocknen der Erde zu verhindern.

Wenn die Blätter im Laufe der Zeit vertrocknen und zerkrümeln, versorgen sie die Beete mit wertvollen Nährstoffen. Wegen des hohen Gehaltes an Stickstoff und Mineralien, darunter viel Kalium, eignet sich Beinwelljauche besonders gut, um Blüten- und Fruchtbildung zu unterstützen. Continue reading

Pflanze des Monats Februar 2015

DSCF0194

Huflattich mit den charakteristischen braunen Blattschuppen

Auf den ersten Blick sieht der Huflattich, wenn er ab Februar blüht, wie eine frühe Butterblume aus,  es fehlen aber deren charakteristische gezähnte Blätter. Dafür ist der Stängel von rotbraunen Blattschuppen umgeben, die den Austrieb gegen Kälte schützen. Grüne Blätter in Hufform treiben erst nach der Samenreife im April oder Mai. Damit gehört der Huflattich zu einer ganzen Reihe von mehrjährigen Pflanzen, die zuerst Blüten und Früchte und erst danach die Blätter ausbilden, mit denen sie Energie für das darauffolgende Jahr sammeln. Continue reading

Pflanze des Monats Januar 2015

Feldsalat (2) (800x600)

Feldsalat

Der Feldsalat

Der Feldsalat ist ein typischer Wintersalat. Wie viele Zweijährige keimt er im Herbst und bildet über die Wintermonate eine Blattrosette aus und blüht und bildet Samen im darauffolgenden Frühjahr. Die Blattrosette übersteht leichten Frost ebenso wie einige Zeit unter einer Schneedecke. Allerdings sollte Feldsalat nicht bei Frost geerntet werden, sondern erst wenn die Pflanzen bei den ersten leichten Plusgraden ihren Stoffwechsel wieder umgestellt haben, weil die Blätter sonst bei schnellem Erwärmen matschig werden.

Im Winter ist Feldsalat mit seinem leicht nussigen  Geschmack am aromatischsten und bietet im Vergleich zu anderen Wintersalaten einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen.. Continue reading

Pflanze des Monats Oktober 2014

Pfaffenhütchen Frucht (600x800)

Früchte des Pfaffenhütchens

Das Pfaffenhütchen

Der Wuchs ist unregelmäßig – sparrig sagen die Fachleute – und die Blüten im Frühjahr klein und farblich unscheinbar (weiß und grün). Aber im Herbst hat das Pfaffenhütchen seinen großen Auftritt mit geradezu exotisch geformten Früchten in Pink und Orange und später mit wunderbar roten Blättern. Da die Früchte im ungeöffneten Zustand in der Form an eine Kopfbedeckung katholischer Geistlicher erinnern, hat der Strauch seinen Namen erhalten.

Continue reading