Der VHS Biogarten beim “Tag des guten Lebens” am 1.7. 2018

Schon zum 5. Mal organisiert das Netzwerk Agora Köln einen autofreien Sonntag, dieses Jahr mit dem Titel “Das Köln, das wir wollen”. Einen Tag lang können AnwohnerInnen, Vereine und Initiativen den öffentlichen Raum einmal anders nutzen als sonst: Um sich und ihre Anliegen auf Straßen und Plätzen darzustellen, miteinander zu diskutieren, neue Projekte auf den Weg zu bringen, gemeinsam zu feiern, auf der Straße Musik für alle zu machen….

Dieses Jahr findet der “Tag des guten Lebens” rund um den Ebertplatz statt, im Agnes- und Eigelsteinviertel. Außer den über 100 Angeboten von Menschen, die in den beiden Vierteln wohnen, gibt es verschiedene “Themeninseln”: Alternative Mobilität, Energie und Umwelt, Faire Meile etc.
Details unter: http://agnes-eigelstein.tagdesgutenlebens.de/

Die Initiativen zu den Themen Grün, Ernährung, Essbare Stadt Köln stehen gemeinsam am Prälat-Otto-Müller-Platz, so auch der Stand der Gemeinschaftsgärten Köln. Von 11 bis 20 Uhr gibt es dort ein vielfältiges Programm. Der Biogarten z.B. bietet von 13 bis 15 Uhr im 30-Minuten-Takt kurze Workshops an, in denen man lernen kann, wie einfach z.B. Kräuter über Stecklinge zu vermehren sind. Zweige von Rosmarin, Salbei und kurze Anleitungen können mitgenommen werden.

Weitere Angebote sind: Pflanzkistenbau (Neuland), Shakes aus dem Fahrradmixer (Pflanzstelle), Pflanzenquiz (Gartenwerkstadt Ehrenfeld).

Mehr Infos unter: www.tagdesgutenlebens.de/programm-2018/

Pflanze des Monats Juni 2018: Giersch

Der Giersch oder Geißfuß (Aegopodium podragaria) gilt als gefürchtetes Gartenunkraut.

In der Tat: hat man ihn erst einmal im Beet, wird man ihn kaum wieder los. Giersch bildet unterirdische Sprosse, sogenannte Rhizome, mit denen er sich flächig ausbreitet. Diese Rhizome, die wie weißliche Wurzeln aussehen, sind extrem regenerationsfähig. Aus jedem kleinen, beim Jäten übersehenen Stück kann sich eine neue Pflanze entwickeln. Will man Giersch loswerden, muß man sehr konsequent jeden neuen Trieb sofort ausjäten.

Giersch

Giersch

Früher wurde Giersch in der Volksheilkunde als Mittel gegen Rheuma und Gicht verwendet. Im Frühjahr kann man die jungen Blätter als spinatartiges Gemüse essen. Ältere Blätter schmecken sehr intensiv und können in geringeren Mengen als Würzkraut genutzt werden.
Giersch gehört zu den Doldenblühern, die weißen Blüten erscheinen Anfang Juni und sind bei Insekten beliebt. Das doppelt dreizählig gefiederte Laubblatt ist sehr charakteristisch, die Nebenfiedern ähneln Fausthandschuhen.

Vorkommen im Biogarten: überall, vor allem da, wo man ihn nicht haben will 😉
Vorkommen in der Natur: am Gehölzrand, frischer, nährstoffreicher Boden

Gärtnern auf kleinstem Raum: Workshop am 30.6. 2018, 14 – 17 Uhr

Zur diesjährigen Pflanzentauschbörse am 6.5. kamen auch sehr viele Leute, die nach Pflanzen und Anbautipps für ihren Balkon oder Hinterhof fragten. Dazu konnten wir am Stand vom Biogarten natürlich einiges sagen, dennoch ist das ja naturgemäß in einem Garten wie dem unseren kein Kernthema.

Deshalb weisen wir gerne hin auf eine vielversprechende Veranstaltung der Regionalgruppe Köln des VEN (Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt): “Gärtnern auf kleinstem Raum”. Eva Rödingen, langjähriges Mitglied im VEN, die seit Jahren in einem sehr kleinen Garten erfolgreich auch Gemüse, Kräuter und Obst anbaut, zeigt ganz praktisch, wie sie das macht und beantwortet (fast) alle Fragen zum Thema.

Wer also “nur” einen Balkon, ein sonniges Fensterbrett o.ä. hat, aber trotzdem auch Essbares dort ernten möchte, ist bei diesem Workshop genau richtig:

Samstag, den 30.6., 14 bis 17 Uhr.

Alte Feuerwache Köln, Kasparstraße. Raum: Großes Forum (Eingang im Innenhof).

Anmeldung erforderlich (begrenzte Teilnehmerzahl): ven-ortsgruppe-koeln@gmx.de. Unkostenbeitrag 5 €.

In der Pause gibt es Getränke und Kuchen gegen Spende, Informationen von und über den VEN und natürlich Saatgut schon für die nächste Saison.

Pflanze des Monats Mai 2018: Silberblatt

SilberblattDas Silberblatt oder der Judas-Silberling (Lunaria annua) ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Ursprünglich wurde das Silberblatt aus Südeuropa als Zierpflanze eingeführt, weniger wegen der im April/Mai erscheinenden rotvioletten Blüten, als wegen der im Herbst auffallenden silbrigen, ovalen Schoten, die von Floristen gerne in Trockensträußen verwendet werden.

Die Blätter sind herzförmig, die Pflanze wird etwa 50-70 m hoch. Das Silberblatt kann sich an halbschattigen, frischen Standorten reichlich versamen. Der tagsüber nur schwach wahrnehmbare Duft intensiviert sich abends und lockt zur Bestäubung vor allem Nachtfalter an. Von diesen ernähren sich wiederum Fledermäuse.

Eng verwandt ist die mehrjährige Mondviole (Lunaria rediviva), die in Deutschland auf der roten Liste steht. Die Mondviole hat unauffälligere, blaßviolette Blüten, der Duft ist aber (auch tagsüber) geradezu umwerfend.

Vorkommen im Biogarten: in den Staudenbeeten und überall

Vorkommen in der Natur: am Gehölzrand, frischer, nährstoffreicher Boden

Spendenrekord bei der 50. Pflanzentauschbörse

MarktplatzBei blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen war der Besucherandrang groß. Kurz nach Beginn der Tauschbörse um 11 Uhr standen meist 2 Reihen von interessierten BesucherInnen vor den Ständen, um 13 Uhr war das Angebot schon stark reduziert. Besonders gefragt waren Kräuter, Gemüsejungpflanzen und Blühpflanzen, die für Insekten wichtig sind, und natürlich die passende Beratung zu Standort und Pflege. Continue reading

Kölner Pflanzentauschbörse – das 50. Mal!
am 6.5. 2018 11 – 14 Uhr

TauschbörseBei hoffentlich frühlingshaften Temperaturen können alle, die schon immer kommen, und hoffentlich viele Neue ihre Pflanzen, Gartentipps und Saatgut für diese oder schon die kommende Saison tauschen. Wer nichts zum Tauschen hat, kann Pflanzen wie immer gegen Spende für Zartbitter e.V. mitnehmen.

Am Stand des Biogartens gibt es schwerpunktmäßig Stauden, die für Insekten wichtig sind, Kräuterstecklinge und auch einige Gemüse-Jungpflanzen (Tomaten, Karden, Salate…). Außerdem hat das Botanische Institut der Uni Köln einige Kisten mit interessanten Pflanzen gespendet (vielen Dank!).

Zartbitter e.V., der BUND und erstmals auch die Regionalgruppe Köln des VEN (Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt) werden mit Infoständen und Pflanzen bzw. Saatgut vor Ort sein.

Wie immer gibt es den “Tag des offenen Bienenhauses” und eine Cafeteria.

Adresse: Köln-Dellbrück, Mielenforster Straße 1. KVB-Haltestelle Dellbrücker Hauptstraße (Linien 18 und 3).

Pflanze des Monats April 2018: Frühlingsplatterbse

Frühlings-PlatterbseDie Frühlingsplatterbse oder auch Fasanenwicke (Lathyrus vernus) gehört zu den Lippenblütlern und wird ca. 30 – 40 cm hoch.

Sie rankt im Unterschied zu vielen anderen Wicken nicht.
Die Staude bildet im April rotviolette Blütentrauben mit ca. 10 einzelnen Blütchen, die süß duften. Im Verblühen erscheinen die Blüten blau.
Ab Frühsommer erscheinen die zierlichen Schötchen mit ihren runden schwarzen Samen. An schattigen, nährstoffreichen, nicht zu trockenen Stellen im Garten fühlt sie sich wohl und kann sich kräftig aussäen.
Die Blätter sind fiederteilig mit 3 – 4 Fiederpaaren. Besonders für Hummeln stellt sie eine wichtige Nektarpflanze dar. Für Menschen ist die Pflanze schwach giftig.

Die Frühlingsplatterbse ist relativ selten und steht in einigen Bundesländern auf der roten Liste

Vorkommen im Biogarten: ?

Vorkommen in der Natur: eher kalkhaltiger Laubmischwald, Buchenwald

Pflanze des Monats März 2018: Märzenbecher

MärzbecherDer Märzenbecher oder auch Frühlingsknotenblume (botanisch: Leucojum vernus) ist ein Zwiebelgeophyt. Er zeigt die typische Überlebenstrategie vieler (Vor) Frühlingsblüher: Die Pflanze überdauert den Sommer und Herbst als Zwiebel, in der Nährstoffe eingelagert werden, und treibt im frühen Frühjahr eine duftende Blüte, die häufig mit dem Schneeglöckchen verwechselt wird. Die Pflanze wird etwa 20 cm hoch.

Als Nektarpflanze ist der Märzbecher weniger bedeutend. Die nährstoffreichen Samenanhängsel werden, ähnlich wie beim Veilchen, gern von Insekten gefressen und die Samen dadurch verbreitet.

In der Natur ist der Märzbecher selten und steht unter strengem Schutz. Er kommt in Laubmischwäldern vor, der Boden sollte feucht, mull- und nährstoffreich und leicht sauer sein.

Die verwandte Sommerknotenblume (botanisch: Leucojum aestivum) blüht etwas (April-Mai) später, braucht noch feuchteren Boden und wird deutlich größer. Beide Knotenblumen sind – wie viele Zwiebelblumen – für den Menschen giftig.

Vorkommen im Biogarten: ?
Vorkommen in der Natur: Auen- und Laubmischwald

Großer Andrang beim SaatgutFestival in Köln

SaatkartoffelnHonigverkauf von unseren ImkernDeutlich mehr BesucherInnen als letztes Jahr – weit über 1000 – kamen ins VHS-Studienhaus, um sich mit Raritäten oder bewährten Sorten für die kommende Gartensaison einzudecken. Stark  war auch die Nachfrage nach Saatgut für insektenfreundliche Blühwiesen und Informationen rund um das Thema Naturschutz.

SaatgutGut besucht auch die Vorträge zu Saatgutzüchtung, der weiter wachsenden Gefahr durch Gentechnik, Umweltgifte in der Landwirtschaft und dem immer bedrohlicheren Insektensterben: Hier wurde deutlich, wie viele Menschen sich mittlerweile große Sorgen um die Zukunft unserer Umwelt machen.

Am StandVortragErstmals gab es auch einen eigenen Raum für Tipps aus der Gartenpraxis. An den Ständen der Kölner Gemeinschaftsgärten und ähnlicher Initiativen konnte man sich informieren und austauschen über Kompostierung, Aussaatkalender, Herstellung von kompostierbaren Anzuchtpots; es gab Tipps zu Aussaatmethoden und beim VHS Biogarten zum Thema Stecklingsvermehrung.

Hier schon mal ein Hinweis: Nach dem SaatgutFestival ist vor der Pflanzentauschbörse:
Die findet wie immer am 1. Sonntag im Mai im VHS Biogarten statt, also am 6.5., 11 bis 14 Uhr.

Beiträge zum Thema Saatgutbörsen im WDR: Link

SaatgutFestival Köln 3.3. 2018, 11 bis 17 Uhr: Erinnerung….

Sicher haben (fast) alle dieses wichtige Datum zum Frühlingsbeginn in die Kalender eingetragen. Für die, die das nicht geschafft haben, hier nochmal eine Erinnerung mit einigen weiteren Infos.

Neu angemeldet seit der Programmerstellung hat sich der Rheinische Ackerbohne e.V., der seinen Stand mit Verkostung neben dem Stand des Kölner Ernährungsrates haben wird. Erstmals bei den Verkäufern dabei ist Christian Havenith aus der Pfalz mit Gemüsesaatgut, ebenso Roland Wüst mit dem Schwerpunkt alte Gemüsesorten und der Hof Jeebel mit Saatkartoffeln, Steckzwiebeln und Topinambur.

Ort: VHS Studienhaus am Neumarkt, Cäcilienstraße 35.

Das vollständige Programm findet ihr im Beitrag weiter unten.