Pflanze des Monats November: Lebensbaum

Der Lebensbaum ist unter seinem botanischen Namen Thuja (meistens Thuja occidentalis = abendländischer Lebensbaum) fast bekannter als unter dem deutschen Namen.
Lebensbäume sind immergrüne, mit den Zypressen verwandte Gehölze. Es gibt nordamerikanische und asiatische Arten. Als immergrüne, eher monotone Gartenhecke hat sie fast jede/r schon einmal gesehen. Thujahecken wachsen hoch und sind blickdicht, aber verkahlen bei falschem Schnitt schnell.
Für Vögel und Insekten sind sie von geringer Bedeutung, da Thujas weder nektar- oder pollenspendende Blüten noch eßbare Früchte bilden. Die schuppenartigen, duftenden Nadeln enthalten das ätherische Öl Thujon. Es kann Allergien auslösen und ist in größeren Mengen giftig. In der Naturheilkunde werden Thujanadeln gegen Warzen verwendet

Im Biogarten hat die Thuja eigentlich keine Bedeutung.
Im Biogarten Thurner Hof steht neben dem alten Herrrenhaus jedoch ein etwa 18 Meter hoher Riesenlebensbaum (Thuja plicata) mit ca. 2 m Stammumfang. Eine beeindruckende Erscheinung, und in seiner Größe dann wiederum als Nistbaum für Vögel interessant. Deswegen soll er hier erwähnt werden.

Vorkommen im Biogarten: Neben dem Herrenhaus
Vorkommen in der Natur: nicht in Europa

Kompostseminar 29.9. von 16 bis 18 Uhr: noch Plätze frei!

Herbstzeit ist Kompostzeit: Gerade jetzt fallen viele Gartenabfälle an, die viel zu schade zum Entsorgen sind. Wer noch keinen Komposthaufen angelegt hat oder mit seinem Kompost nicht zufrieden ist, kann kommenden Samstag im Biogarten noch am Kompostseminar teilnehmen.

Anmeldung unter Kursnummer T-219237 über die Website der VHS Köln. Inhalte des Kurses sind u.a.:

  • Was kann auf den Kompost?
  • Wie wird die Miete aufgeschichtet?
  • Muss ich den Kompost umsetzten?
  • Reicht das Ausbringen von Kompost als Düngung?
  • Was heißt Mulchen?
  • Kann man auch auf dem Balkon kompostieren?
  • Und Ihre ganz persönliche Frage?

30 Jahre Biogarten am Thurner Hof!

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VHS-Garten im Herbst

Der VHS-Biogarten am Thurner Hof  feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen:

  • am Samstag, den 22. September
  • in der Zeit von 14 – 17.00 h
  • natürlich im Biogarten, Mielenforster Str. 1, 51069 Köln.

Es gibt Livemusik von “Heilix Blechle”, Gartenführungen, Besichtigung des Bienenhauses, Cafeteria, Pizza aus dem Lehmofen, Wissen testen mit einem Pflanzenquiz, Lernen mit Herbariumsblättern, Kinderprogramm und Bildmaterial aus 30 Jahren Geschichte des Biogartens.

Darüberhinaus bietet der herbstliche Garten mit Gemüsebeeten, Spätblühern und reifem Obst an den Bäumen eine schöne Kulisse für einen entspannten Nachmittag und interessante Gespräche.

Wir laden natürlich auch alle ein, die den Garten mitgegründet, aufgebaut, gepflegt und gefördert haben und freuen uns auf so manches Wiedersehen!

P.S. Da wenig Parkplätze vorhanden sind,empfehlen wir die Anreise mit öffentlichen Verkehrmitteln: Linien 3 und 18, Haltestelle ‘Dellbrücker Hauptstraße’, dann (in Fahrtrichtung) nach rechts 5 Min. bis zur Thurner Hofanlage (mit Wehrtürmchen).

Bilder aus der Entstehung des Gartens und der Imkerei (Bilder: Karola Stenger):

Pflanze des Monats September: Eisenkraut

Echtes Eisenkraut (Verbena officinalis) ist eine alte Heilpflanze. Sie enthält ätherische Öle, Bitterstoffe und Schleimstoffe. In der Volksmedizin wird sie zur Stärkung des Immunsystems, bei Verdauunungsproblemen und zur Blutreinigung eingesetzt.

Die kleinen, blaulila Blüten erscheinen im Spätsommer. Eisenkraut gehört zu den Ruderal- oder Pionierpflanzen, den ersten, die sich auf einer offenen Fläche entwickeln. In einer geschlossenen Pflanzendecke kann sich das Eisenkraut nicht halten. Als Zierpflanze ist die südamerikanische Verwandtschaft, das patagonische Eisenkraut (Verbena bonariensis) beliebt.

Vorkommen im Biogarten: Im Kräuterbeet

Vorkommen in der Natur: An sonnigen, offenen, nährstoffreichen Stellen

 

VHS Kurse Herbst 2018

Zum 2. Halbjahr beginnen die neuen Kurse der VHS.

Neben der “Langzeit”-Teilnahme an den VHS Biogarten- und Imker-Arbeitskreisen

werden auch wieder interessante Tageskurse und Veranstaltungen angeboten wie:

Details zu den Kursen mit Links zur VHS Kursanmeldung findet man auch auf unseren Garten und Imkerei VHS-Seiten, sowie in unserem Terminkalender.

Pflanze des Monats August 2018: Kugeldistel

Kugeldisteln (Echinops ritro, E. bannaticus) sind wie alle Disteln echte Magneten für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge und sollten in keinem Sommergarten fehlen. Schön sind sie in der Kombination mit gelben Sonnenhüten oder weißer Prachtkerze.
Die hohen Stauden mit ihren kugelrunden blauen Blütenköpfen sind recht kurzlebig, die einzelne Pflanze wird nur wenige Jahre alt. Durch Selbstaussaat sorgt die Distel für reichlich Nachwuchs, der auf lehmigem Boden auch lästig werden kann. Im Unterschied zu anderen Disteln piekt die Kugeldistel nicht sehr.


Vorkommen im Biogarten: in den Staudenbeeten
Vorkommen in der Natur: Süd- und Südosteuropa, sonnige, nährstoffreiche Flächen

Pflanze des Monats Juli 2018: Stachelbeere

Stachelbeere

Stachelbeere

Stachelbeeren (Ribes uva-cripa) gibt es in etlichen Zuchtformen, in grünen, gelben und rötlichen Sorten, mit deutlich süßerem Geschmack als die Wildform. Es gibt sogar Neuzüchtungen ohne Dornen. Richtig, denn „Stachel“beeren haben Dornen, also verkürzte spitze Zweige und keine Stacheln. Stacheln sind Auswüchse der Rinde und lassen sich im Gegenzug zu Dornen leicht abbrechen.
Wie die meisten Beerensträucher brauchen Stachelbeeren einen halbschattigen, humosen, nicht zu trockenen Platz im Garten. Man pflanzt sie am besten im Herbst. Eine Kompostgabe oder (organischen) Dünger im frühen Frühjahr erhöht den Fruchtansatz. Die Blüten sind klein, grünlich und unscheinbar.
Die Stachelbeere ist eng mit der Johannisbeere verwandt. Es gibt sogar Kreuzungen mit der Schwarzen Johannisbeere, die sogenannten Josta-Beeren.

Vorkommen im Biogarten: in den Beerenbeeten
Vorkommen in der Natur: Gebüsch und Waldränder

Der VHS Biogarten beim “Tag des guten Lebens” am 1.7. 2018

Schon zum 5. Mal organisiert das Netzwerk Agora Köln einen autofreien Sonntag, dieses Jahr mit dem Titel “Das Köln, das wir wollen”. Einen Tag lang können AnwohnerInnen, Vereine und Initiativen den öffentlichen Raum einmal anders nutzen als sonst: Um sich und ihre Anliegen auf Straßen und Plätzen darzustellen, miteinander zu diskutieren, neue Projekte auf den Weg zu bringen, gemeinsam zu feiern, auf der Straße Musik für alle zu machen….

Dieses Jahr findet der “Tag des guten Lebens” rund um den Ebertplatz statt, im Agnes- und Eigelsteinviertel. Außer den über 100 Angeboten von Menschen, die in den beiden Vierteln wohnen, gibt es verschiedene “Themeninseln”: Alternative Mobilität, Energie und Umwelt, Faire Meile etc.
Details unter: http://agnes-eigelstein.tagdesgutenlebens.de/

Die Initiativen zu den Themen Grün, Ernährung, Essbare Stadt Köln stehen gemeinsam am Prälat-Otto-Müller-Platz, so auch der Stand der Gemeinschaftsgärten Köln. Von 11 bis 20 Uhr gibt es dort ein vielfältiges Programm. Der Biogarten z.B. bietet von 13 bis 15 Uhr im 30-Minuten-Takt kurze Workshops an, in denen man lernen kann, wie einfach z.B. Kräuter über Stecklinge zu vermehren sind. Zweige von Rosmarin, Salbei und kurze Anleitungen können mitgenommen werden.

Weitere Angebote sind: Pflanzkistenbau (Neuland), Shakes aus dem Fahrradmixer (Pflanzstelle), Pflanzenquiz (Gartenwerkstadt Ehrenfeld).

Mehr Infos unter: www.tagdesgutenlebens.de/programm-2018/

Pflanze des Monats Juni 2018: Giersch

Der Giersch oder Geißfuß (Aegopodium podragaria) gilt als gefürchtetes Gartenunkraut.

In der Tat: hat man ihn erst einmal im Beet, wird man ihn kaum wieder los. Giersch bildet unterirdische Sprosse, sogenannte Rhizome, mit denen er sich flächig ausbreitet. Diese Rhizome, die wie weißliche Wurzeln aussehen, sind extrem regenerationsfähig. Aus jedem kleinen, beim Jäten übersehenen Stück kann sich eine neue Pflanze entwickeln. Will man Giersch loswerden, muß man sehr konsequent jeden neuen Trieb sofort ausjäten.

Giersch

Giersch

Früher wurde Giersch in der Volksheilkunde als Mittel gegen Rheuma und Gicht verwendet. Im Frühjahr kann man die jungen Blätter als spinatartiges Gemüse essen. Ältere Blätter schmecken sehr intensiv und können in geringeren Mengen als Würzkraut genutzt werden.
Giersch gehört zu den Doldenblühern, die weißen Blüten erscheinen Anfang Juni und sind bei Insekten beliebt. Das doppelt dreizählig gefiederte Laubblatt ist sehr charakteristisch, die Nebenfiedern ähneln Fausthandschuhen.

Vorkommen im Biogarten: überall, vor allem da, wo man ihn nicht haben will 😉
Vorkommen in der Natur: am Gehölzrand, frischer, nährstoffreicher Boden