Giftpflanze des Monats August – Hundspetersilie

Giftpflanze des Monats August – Hundspetersilie

Die Hundspetersilie (Aethusa cynapium) gehört zu der großen Pflanzengruppe der Doldenblütler. Sie blüht weiß, und bildet eine Doppeldolde. Die einzelnen Blüten sind sehr klein, nur 1- 2 mm, auffällig ist, daß die randständigen Blüten asymmetrisch erscheinen, d.h. die äußeren Blütenblätter sind etwas größer als die inneren. Die Blüten erscheinen etwa zwischen Juni und September, ab August erkennt man die ovalen, gefurchten Früchte.

Die Blätter sind fiederteilig, glänzend  und im Umriß dreieckig. Diese Beschreibung trifft leider auf viele  Mitglieder der Familie der Doldenblütler zu, und das macht es schwierig, sie genau von z.B. der echten (glattblättrigen) Petersilie oder dem Wiesenkerbel zu unterscheiden.

Hier helfen nur gute Pflanzenkenntnisse, im Zweifelsfall lieber stehen lassen ! Denn die Hundspetersilie ist stark giftig, größere Mengen davon können tödlich wirken. Es gibt mehrere weitere stark giftige (Schierling, Kälberkropf) weiße Doldenblütler, aber auch viele eßbare, (echte Petersilie, Kümmel, Süßdolde, wilde Möhre, Kerbel, Giersch…)

Die Hundspetersilie gedeiht auf lockerem, feuchten, nährstoffreichem, eher kalkhaltigem Untergrund, vor allem auf Weiden oder im Hausgarten. Grasfressende Tiere müssen mehr als 10 Kilo der Hundspetersilie fressen, um sich zu vergiften, Menschen reagieren deutlich empfindlicher. Schon geringe Mengen können starke Vergiftungserscheinungen hervorrufen.

Hundspetersilie ist einjährig, manchmal auch zweijährig. Wie die meisten Doldenblütler auch hat die Hundspetersilie eine hohe Bedeutung als Insektenpflanze. Trotzdem sollte man sie im Garten lieber entfernen.

Vorkommen in der Natur: Wiesen, Weiden, Gebüschränder

Vorkommen im Biogarten: Jetzt nicht mehr im Gemüsebeet

In diesem Zusammenhang noch einmal etwas Grundsätzliches: Der Biogarten ist öffentlich und für jeden zugänglich. Das heißt aber auch, sich rücksichtsvoll zu benehmen und keine Pflanzen anzufassen, abzureißen oder in den Mund zu stecken. Im Fall der Hundspetersilie könnte so etwas ein schlechtes Ende nehmen.

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