Die Schachbrettblume, auch Kiebitzei (Fritillaria meleagris) gehört zu den Liliengewächsen. Als Blumenzwiebel oder auch aufgeblüht in Frühlingskörbchen kann man sie (fast) überall kaufen. Ausgepflanzt im Beet überleben sie aber in der Regel nicht lange. Das hat Gründe.
Die wenigsten Gärten bieten der Schachbrettblume das, was ihrem natürlichen Lebensraum nahekommt: feuchte, nasse Wiesen, die erst spät gemäht werden und nicht zu sehr gedüngt sind. Ursprünglich stammt die Schachbrettblume aus dem atlantischen und submediterranen Raum und kam in Deutschland allenfalls in Süddeutschland wild vor. Mittlerweile gibt es auch in Nord- und Ostdeutschland Vorkommen, allerdings ist unklar, ob diese auf eine Nordwanderung der Pflanze oder Verwilderungen zurückgehen.
Die Pflanze hat einen kahlen, fast runden ca. 15 cm hohen Stängel mit langen, schmale, gegenständigen Blättern. Am auffälligsten sind natürlich die namensgebenden sechs glockenartig herabhängenden Blütenblätter, die tatsächlich rotweiß kariert erscheinen. Gelegentlich tauchen auch weiße Mutationen auf.
Als Insektenpflanze ist die Schachbrettblume nur von überschaubarer Bedeutung, da sie von keinen spezialisierten Wildbienen angeflogen wird. Für Menschen ist sie giftig. Sie steht als “gefährdet” bis “stark gefährdet” auf der Roten Liste, was daran liegen dürfte, daß immer mehr Feuchtwiesen und Flussauen trockengelegt werden.
Vorkommen in freier Wildbahn: Feuchtwiesen, Auenwiesen
Vokommen im Biogarten: Streuobstwiese (ausgepflanzt, kein Wildvorkommen)


