Pflanze des Monats August 2018: Kugeldistel

Kugeldisteln (Echinops ritro, E. bannaticus) sind wie alle Disteln echte Magneten für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge und sollten in keinem Sommergarten fehlen. Schön sind sie in der Kombination mit gelben Sonnenhüten oder weißer Prachtkerze.
Die hohen Stauden mit ihren kugelrunden blauen Blütenköpfen sind recht kurzlebig, die einzelne Pflanze wird nur wenige Jahre alt. Durch Selbstaussaat sorgt die Distel für reichlich Nachwuchs, der auf lehmigem Boden auch lästig werden kann. Im Unterschied zu anderen Disteln piekt die Kugeldistel nicht sehr.


Vorkommen im Biogarten: in den Staudenbeeten
Vorkommen in der Natur: Süd- und Südosteuropa, sonnige, nährstoffreiche Flächen

Pflanze des Monats Juli 2018: Stachelbeere

Stachelbeere

Stachelbeere

Stachelbeeren (Ribes uva-cripa) gibt es in etlichen Zuchtformen, in grünen, gelben und rötlichen Sorten, mit deutlich süßerem Geschmack als die Wildform. Es gibt sogar Neuzüchtungen ohne Dornen. Richtig, denn „Stachel“beeren haben Dornen, also verkürzte spitze Zweige und keine Stacheln. Stacheln sind Auswüchse der Rinde und lassen sich im Gegenzug zu Dornen leicht abbrechen.
Wie die meisten Beerensträucher brauchen Stachelbeeren einen halbschattigen, humosen, nicht zu trockenen Platz im Garten. Man pflanzt sie am besten im Herbst. Eine Kompostgabe oder (organischen) Dünger im frühen Frühjahr erhöht den Fruchtansatz. Die Blüten sind klein, grünlich und unscheinbar.
Die Stachelbeere ist eng mit der Johannisbeere verwandt. Es gibt sogar Kreuzungen mit der Schwarzen Johannisbeere, die sogenannten Josta-Beeren.

Vorkommen im Biogarten: in den Beerenbeeten
Vorkommen in der Natur: Gebüsch und Waldränder

Der VHS Biogarten beim “Tag des guten Lebens” am 1.7. 2018

Schon zum 5. Mal organisiert das Netzwerk Agora Köln einen autofreien Sonntag, dieses Jahr mit dem Titel “Das Köln, das wir wollen”. Einen Tag lang können AnwohnerInnen, Vereine und Initiativen den öffentlichen Raum einmal anders nutzen als sonst: Um sich und ihre Anliegen auf Straßen und Plätzen darzustellen, miteinander zu diskutieren, neue Projekte auf den Weg zu bringen, gemeinsam zu feiern, auf der Straße Musik für alle zu machen….

Dieses Jahr findet der “Tag des guten Lebens” rund um den Ebertplatz statt, im Agnes- und Eigelsteinviertel. Außer den über 100 Angeboten von Menschen, die in den beiden Vierteln wohnen, gibt es verschiedene “Themeninseln”: Alternative Mobilität, Energie und Umwelt, Faire Meile etc.
Details unter: http://agnes-eigelstein.tagdesgutenlebens.de/

Die Initiativen zu den Themen Grün, Ernährung, Essbare Stadt Köln stehen gemeinsam am Prälat-Otto-Müller-Platz, so auch der Stand der Gemeinschaftsgärten Köln. Von 11 bis 20 Uhr gibt es dort ein vielfältiges Programm. Der Biogarten z.B. bietet von 13 bis 15 Uhr im 30-Minuten-Takt kurze Workshops an, in denen man lernen kann, wie einfach z.B. Kräuter über Stecklinge zu vermehren sind. Zweige von Rosmarin, Salbei und kurze Anleitungen können mitgenommen werden.

Weitere Angebote sind: Pflanzkistenbau (Neuland), Shakes aus dem Fahrradmixer (Pflanzstelle), Pflanzenquiz (Gartenwerkstadt Ehrenfeld).

Mehr Infos unter: www.tagdesgutenlebens.de/programm-2018/

Pflanze des Monats Juni 2018: Giersch

Der Giersch oder Geißfuß (Aegopodium podragaria) gilt als gefürchtetes Gartenunkraut.

In der Tat: hat man ihn erst einmal im Beet, wird man ihn kaum wieder los. Giersch bildet unterirdische Sprosse, sogenannte Rhizome, mit denen er sich flächig ausbreitet. Diese Rhizome, die wie weißliche Wurzeln aussehen, sind extrem regenerationsfähig. Aus jedem kleinen, beim Jäten übersehenen Stück kann sich eine neue Pflanze entwickeln. Will man Giersch loswerden, muß man sehr konsequent jeden neuen Trieb sofort ausjäten.

Giersch

Giersch

Früher wurde Giersch in der Volksheilkunde als Mittel gegen Rheuma und Gicht verwendet. Im Frühjahr kann man die jungen Blätter als spinatartiges Gemüse essen. Ältere Blätter schmecken sehr intensiv und können in geringeren Mengen als Würzkraut genutzt werden.
Giersch gehört zu den Doldenblühern, die weißen Blüten erscheinen Anfang Juni und sind bei Insekten beliebt. Das doppelt dreizählig gefiederte Laubblatt ist sehr charakteristisch, die Nebenfiedern ähneln Fausthandschuhen.

Vorkommen im Biogarten: überall, vor allem da, wo man ihn nicht haben will 😉
Vorkommen in der Natur: am Gehölzrand, frischer, nährstoffreicher Boden

Gärtnern auf kleinstem Raum: Workshop am 30.6. 2018, 14 – 17 Uhr

Zur diesjährigen Pflanzentauschbörse am 6.5. kamen auch sehr viele Leute, die nach Pflanzen und Anbautipps für ihren Balkon oder Hinterhof fragten. Dazu konnten wir am Stand vom Biogarten natürlich einiges sagen, dennoch ist das ja naturgemäß in einem Garten wie dem unseren kein Kernthema.

Deshalb weisen wir gerne hin auf eine vielversprechende Veranstaltung der Regionalgruppe Köln des VEN (Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt): “Gärtnern auf kleinstem Raum”. Eva Rödingen, langjähriges Mitglied im VEN, die seit Jahren in einem sehr kleinen Garten erfolgreich auch Gemüse, Kräuter und Obst anbaut, zeigt ganz praktisch, wie sie das macht und beantwortet (fast) alle Fragen zum Thema.

Wer also “nur” einen Balkon, ein sonniges Fensterbrett o.ä. hat, aber trotzdem auch Essbares dort ernten möchte, ist bei diesem Workshop genau richtig:

Samstag, den 30.6., 14 bis 17 Uhr.

Alte Feuerwache Köln, Kasparstraße. Raum: Großes Forum (Eingang im Innenhof).

Anmeldung erforderlich (begrenzte Teilnehmerzahl): ven-ortsgruppe-koeln@gmx.de. Unkostenbeitrag 5 €.

In der Pause gibt es Getränke und Kuchen gegen Spende, Informationen von und über den VEN und natürlich Saatgut schon für die nächste Saison.

Pflanze des Monats Mai 2018: Silberblatt

SilberblattDas Silberblatt oder der Judas-Silberling (Lunaria annua) ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Ursprünglich wurde das Silberblatt aus Südeuropa als Zierpflanze eingeführt, weniger wegen der im April/Mai erscheinenden rotvioletten Blüten, als wegen der im Herbst auffallenden silbrigen, ovalen Schoten, die von Floristen gerne in Trockensträußen verwendet werden.

Die Blätter sind herzförmig, die Pflanze wird etwa 50-70 m hoch. Das Silberblatt kann sich an halbschattigen, frischen Standorten reichlich versamen. Der tagsüber nur schwach wahrnehmbare Duft intensiviert sich abends und lockt zur Bestäubung vor allem Nachtfalter an. Von diesen ernähren sich wiederum Fledermäuse.

Eng verwandt ist die mehrjährige Mondviole (Lunaria rediviva), die in Deutschland auf der roten Liste steht. Die Mondviole hat unauffälligere, blaßviolette Blüten, der Duft ist aber (auch tagsüber) geradezu umwerfend.

Vorkommen im Biogarten: in den Staudenbeeten und überall

Vorkommen in der Natur: am Gehölzrand, frischer, nährstoffreicher Boden

Spendenrekord bei der 50. Pflanzentauschbörse

MarktplatzBei blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen war der Besucherandrang groß. Kurz nach Beginn der Tauschbörse um 11 Uhr standen meist 2 Reihen von interessierten BesucherInnen vor den Ständen, um 13 Uhr war das Angebot schon stark reduziert. Besonders gefragt waren Kräuter, Gemüsejungpflanzen und Blühpflanzen, die für Insekten wichtig sind, und natürlich die passende Beratung zu Standort und Pflege. Continue reading

Kölner Pflanzentauschbörse – das 50. Mal!
am 6.5. 2018 11 – 14 Uhr

TauschbörseBei hoffentlich frühlingshaften Temperaturen können alle, die schon immer kommen, und hoffentlich viele Neue ihre Pflanzen, Gartentipps und Saatgut für diese oder schon die kommende Saison tauschen. Wer nichts zum Tauschen hat, kann Pflanzen wie immer gegen Spende für Zartbitter e.V. mitnehmen.

Am Stand des Biogartens gibt es schwerpunktmäßig Stauden, die für Insekten wichtig sind, Kräuterstecklinge und auch einige Gemüse-Jungpflanzen (Tomaten, Karden, Salate…). Außerdem hat das Botanische Institut der Uni Köln einige Kisten mit interessanten Pflanzen gespendet (vielen Dank!).

Zartbitter e.V., der BUND und erstmals auch die Regionalgruppe Köln des VEN (Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt) werden mit Infoständen und Pflanzen bzw. Saatgut vor Ort sein.

Wie immer gibt es den “Tag des offenen Bienenhauses” und eine Cafeteria.

Adresse: Köln-Dellbrück, Mielenforster Straße 1. KVB-Haltestelle Dellbrücker Hauptstraße (Linien 18 und 3).

Pflanze des Monats März 2018: Märzenbecher

MärzbecherDer Märzenbecher oder auch Frühlingsknotenblume (botanisch: Leucojum vernus) ist ein Zwiebelgeophyt. Er zeigt die typische Überlebenstrategie vieler (Vor) Frühlingsblüher: Die Pflanze überdauert den Sommer und Herbst als Zwiebel, in der Nährstoffe eingelagert werden, und treibt im frühen Frühjahr eine duftende Blüte, die häufig mit dem Schneeglöckchen verwechselt wird. Die Pflanze wird etwa 20 cm hoch.

Als Nektarpflanze ist der Märzbecher weniger bedeutend. Die nährstoffreichen Samenanhängsel werden, ähnlich wie beim Veilchen, gern von Insekten gefressen und die Samen dadurch verbreitet.

In der Natur ist der Märzbecher selten und steht unter strengem Schutz. Er kommt in Laubmischwäldern vor, der Boden sollte feucht, mull- und nährstoffreich und leicht sauer sein.

Die verwandte Sommerknotenblume (botanisch: Leucojum aestivum) blüht etwas (April-Mai) später, braucht noch feuchteren Boden und wird deutlich größer. Beide Knotenblumen sind – wie viele Zwiebelblumen – für den Menschen giftig.

Vorkommen im Biogarten: ?
Vorkommen in der Natur: Auen- und Laubmischwald