Pflanze des Monats Februar 2015

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Huflattich mit den charakteristischen braunen Blattschuppen

Auf den ersten Blick sieht der Huflattich, wenn er ab Februar blüht, wie eine frühe Butterblume aus,  es fehlen aber deren charakteristische gezähnte Blätter. Dafür ist der Stängel von rotbraunen Blattschuppen umgeben, die den Austrieb gegen Kälte schützen. Grüne Blätter in Hufform treiben erst nach der Samenreife im April oder Mai. Damit gehört der Huflattich zu einer ganzen Reihe von mehrjährigen Pflanzen, die zuerst Blüten und Früchte und erst danach die Blätter ausbilden, mit denen sie Energie für das darauffolgende Jahr sammeln. Huflattich ist eine Zeiger-Pflanze für den Vorfrühling und bietet vielen Insekten, die an warmen Wintertagen ausfliegen, erste Nahrung. Als Pionierpflanze besiedelt der Huflattich schnell ton-oder lehmhaltige Böden an Wegrändern, Schutthaufen oder Flußufern. Er wirkt antibakteriell und krampf- und schleimlösend und wurde deshalb seit der Antike bei Erkrankungen des Mundraumes und der Bronchen eingesetzt. Dazu nimmt man vor allem die getrockneten Blätter. Neuere Forschungen  belegen, dass der Huflattich neben den heilenden auch Wirkstoffe (Pyrrolizidin-Alkaloide) enthält, die die Leber belasten und krebsfördernd wirken können. Deshalb wird empfohlen, selbst gesammelten Huflattich allenfalls über kurze Zeit zu sich zu nehmen. Industriell hergestellte Hutlattich-Präparate nutzen Züchtungen, in denen die giftigen Alkaloide reduziert worden sind. Huflattich verbreitet sich über Samen oder unterirdische Rhizomausläufer und kann große Gruppen bilden. Standort in der Natur: Europa, Nordafrika und Asien, in Nordamerika eingewandert, an trocken-warmen Stellen, wo der Boden kalkhaltig, lehmig aber regelmäßig auch feucht ist Standort Im Biogarten: Unter den Bauwägen

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