Wohin mit dem Gehölzschnitt….

rankgestell

Rankgestell aus Ästen die beim Gehölzschnitt anfallen

Ziergehölze und Obstbäume brauchen regelmäßigen Schnitt, damit sie über Jahre hinweg schön blühen und üppig Früchte ansetzen. Bis Ende Februar dürfen Hecken und Bäume noch geschnitten werden. Dann gilt bis Ende September Vogelschutzruhe.  Äste, die beim Gehölzschnitt anfallen, werden im VHS-Biogarten in vielfacher Weise im Garten weiterverwendet. Zum Entsorgen im Grünmüll sind sie auf jeden Fall zu schade, denn für den Garten sind sie wertvoller Bau- und Rohstoff.

Gerade Stecken z.B. von Haselnüssen oder Holunder werden im Biogarten zum Aufbinden von Stauden und als Rankgestelle (einfachste Version: mindestens 3 Stäbe in die Erde oder einen großen Topf stecken und an der Spitze zusammenbinden) für einjährige Kletterpflanzen verwendet. Besonders buschige Äste können als Stützen für kippgefährdete Stauden wie Astern oder Chrysanthemen mitten in die Staudenhorste gesteckt werden. Sobald die Stängel hochgewachsen sind, ist von den Stützästen kaum noch etwas zu sehen.

Mit großen biegsamen Ästen können einzelne Trennwände oder ganze Hecken geflochten werden.

Gehäckselte Äste werden im Biogarten als Mulch auf die Wege gestreut. Das Häckselgut kann aber auch gleich wieder unter den Gehölzen aufgebracht werden, damit die Feuchtigkeit im Boden gehalten wird und die Nährstoffe dem Boden wieder zugeführt werden, wenn sich das Material allmählich zersetzt. Die zersetzte Zellulose aus dem Astschnitt erhöht die Wasserhaltefähigkeit sandiger Böden und lockert lehmige Böden.

Frisches Häckselmaterial eignet sich allerdings nur bedingt als Abdeckung für Gemüse-oder Blumenbeete, denn die frische Rinde enthält Stoffe, die das Wachstum anderer Pflanzen hemmen und entzieht bei der Zersetzung dem Boden Stickstoff, der dann für Gemüse und Blumen nicht verfügbar ist. Wenn man Häcksel oder Rindenmulch auf Gemüse-oder Blumenbeeten verwenden will, sollte man zusätzlich stickstoffhaltigen Dünger auftragen und darauf achten, dass das Häckselgut nicht direkt mit den empfindlichen Pflanzen in Verbindung kommt.

Im VHS-Biogarten wird derzeit mit dem in großen Mengen anfallenden Gehölzschnitt eine Schnittholzhecke angelegt, die nicht nur eine natürliche Abgrenzung bietet, sondern auch über mehrere Jahre kleinen Säugetieren, Vögeln und Fröschen und Kröten Unterschlupf und Nistmöglichkeiten bietet (Artikel folgt).

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