Pflanze des Monats 5-2016 Der Schlangenknöterich

Wiesenknöterich

rosablühender Wiesenknöterich

Der hübsche Wiesenknöterich, der ab Mai auf eher feuchten Wiesen blüht, wurde vor einigen Jahren zu Schlangenknöterich umgetauft. Diese neue Bezeichnung nimmt Bezug auf den gewundenen Wurzelstock der Wildstaude. Laut Signaturenlehre sollte der Knöterich deshalb auch gegen Schlangenbisse helfen.

Er enthält in allen Teilen Gerbstoffe, die seit Jahrhunderten vor allem aus der Wurzel gewonnen wurden und zum Beispiel als Mundspülung oder gegen Durchfall eingesetzt wurden. Die tatsächliche Heilwirkung ist noch in der Erforschung. Continue reading

Pflanze des Monats 4-2016 – Das Vergißmeinnicht

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Vergißmeinnicht

Dort, wo sich das Vergißmeinnicht des vergangenen Jahres aussamen konnte und die im vergangenen Herbst gekeimten Blattrosetten nicht mit dem Unkraut ausgerissen wurden, blühen auch dieses Jahr wieder die Vergißmeinnicht, während sie dort, wo ungeübte Gärtner/innen die 2-jährigen nicht erkennen oder im Winter vermeintliche Ordnung herrschen soll, von einer Saison auf die nächste schon mal verloren gehen, obwohl das Vergißmeinnicht Fröste auch ohne Schutz gut übersteht.

Die rund 50 wilden Arten des Vergißmeinnicht haben sich an die unterschiedlichen Standortbedingungen in Wiesen, Wäldern, Sümpfen oder Bergen angepaßt, aber fast alle benötigen einen möglichst feuchten Boden. Gezüchtete Gartensorten wachsen besonders gleichmässig oder blühen prachtvoll in den unterschiedlichsten Blautönen, aber auch weiß oder rosa. Continue reading

Pflanze des Monats 3-2016 – Märzveilchen

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violette Veilchenblüten

Das Märzveilchen blüht tief-violett und gehört zu den Veilchenarten, die auch duften. Die herzförmigen Blätter sind immergrün.

Mit dem Aroma der Wurzeln, Blätter und Blüten kann man Liköre und Konfekt würzen und mit den kandierten Blüten Gebäck und Desserts verzieren.

Veilchenduft wird in der Parfümindustrie allerdings meist aus einer ähnlich wie Veilchen duftenden Iriswurzel gewonnen. Continue reading

Pflanze des Monats 2-2016 – Der Winterling

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gelbe Winterling-Blüte

Eine Decke aus Schnee würde den Winterling nicht davon abhalten, schon im Februar erfolgreich zu blühen. Darunter wären die Rhizomknollen des Winterlings sogar gut geschützt. Die Kombination aus milden Wetter und mehreren Nächten heftigen Frostes hat manchen Winterling-Blüten dieses Jahr allerdings doch etwas zugesetzt.

Als erstes treiben himmelwärts gerichtete gelbe Blüten mit einer Halskrause aus grünen gefingerten Blättern, die sich nur bei Sonne öffnen und dann früh fliegenden Bienen und Hummeln erste Nahrung bieten. Die eigentlichen Blätter erscheinen meist erst nach der Blüte.

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Pflanze des Monats 1-2016 – Tatarischer Hartriegel

Tatarischer Hartriegel

Tatarischer Hartriegel

Selbst wenn der Himmel trüb ist, leuchtet die Rinde des Tatarischen Hartriegels so, als ob ein paar Sonnenstrahlen auf den Strauch fallen. Je nach Sorte haben die Zweige des Tatarischen Hartriegels eine orange- bis kräftig kirschrot Färbung. Damit wird selbst der kahle Strauch zu einem Hingucker im Garten, wenn in Herbst und Winter im Garten Blatt- und Blütenschmuck fehlen. Die Rinde – und im Herbst auch die Blätter – färben sich umso leuchtender rot, je sonniger der Standort grundsätzlich ist. Vertragen kann der Strauch allerdings auch leichten Schatten. Continue reading

Pflanze des Monats 12-2015 Die Endivie

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breitblättrige Endivie

Endivien verkraften leichte Minusgrade und ermöglichen so selbst im Winter eine frische Salaternte, obwohl die Endivie ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt und dort schon seit der Antike kultiviert wurde.

Die Blätter sind eher robust und leicht bitter. Wegen dieser Bitterstoffe gilt die Endivie als verdauungsfördernd. Ausserdem ist sie reich an Mineralien, Vitaminen und Ballaststoffen.

Die Bitterkeit der Blätter läßt sich durch Bleichen verringern. Dazu klappt man die äußeren Blätter über dem neuen Austrieb zusammen und fixiert sie mit Kordeln oder setzt spezielle Bleichkappen auf das Herz der Pflanze. Die neu austreibenden Blätter werden auf diese Weise nicht der Sonne ausgesetzt und härten so weniger aus und lagern sowohl weniger Chlorophyll als auch weniger Bitterstoffe ein. Continue reading

Pflanze des Monats 11-2015, Wilde Karde

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Fruchtstände der Wilden Karde

Die Natur räumt am Ende des Herbstes nicht auf, sondern läßt auf Wiesen, an Wegrändern oder Gehölzsäumen alles eintrocknen, was an Halmen, Blättern und Samenständen in den vergangenen Monaten gewachsen ist.

Ein besonders eindrucksvoller Fruchtstand ist der von der Wilden Karde mit seiner ellipsoiden Form, den vielen kleinen Samenfächern und den geschwungenen Hüllblättern. Im Biogarten lassen sich derzeit zwei Distelfinken die ölhaltigen Samen schmecken.

Wilde Karden sind 2-jährige Pflanzen, die das ganze Jahr über etwas zu bieten haben. Die diesjährigen bis zu 40 cm großen Blattrosetten leuchten vom Herbst bis zum nächsten Frühjahr hellgrün und sind mit regelmäßigen scharfen spitzen Erhebungen versehen. Im daran anschliessenden Sommer öffnen sich die ersten hellvioletten Blüten am Äquator des Blütenstandes und erblühen erst danach sowohl nach oben als auch nach unten. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge schätzen diese Blüten sehr. Continue reading

Pflanze des Monats 10-2015 Die Hundsrose

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Früchte der Hundsrose

Zu einer Zeit, in der nur noch weniges blüht, setzen die Hundsrosen mit ihren roten Früchten an langen überhängenden Zweigen einen leuchtenden Akzent in der herbstlichen Natur.

Die Hagebuttenfrüchte haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und Karotinoiden und können frisch zu Marmelade oder Saft verarbeitet oder getrocknet als Tee verwendet werden. Das Auskratzen der mit Härchen versehenen Samen ist allerdings extrem mühsam.

Im Herbst sind Hagebutten für Vögel eine wertvolle Nahrung, im frühen Sommer werden die Blüten von vielen Insektenarten angeflogen.  Sie blühen hellrosa oder weiß, je sonniger der Standort, um so üppiger, allerdings nur einmal und nur für einen kurzen Zeitraum. Im Schatten können Blüten und Früchte ganz ausbleiben. Continue reading

Pflanze des Monats 9-2015 – Die rote Fetthenne

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Fetthennenblüte mit Schmetterling

Obwohl die Rote Fetthenne das ganze Jahr über im Beet etwas zu bieten hat, galt sie völlig zu Unrecht lange Zeit als altbacken.

Jetzt im Herbst blüht sie lange und ausdauernd, oft bis zum ersten Frost und je nach Sorte heller oder dunkler rosarot. Nach den ersten Frösten fallen die Blätter ab und die Stängel und Blütenschirme trocknen ein. Die verholzten Blütenkuppeln schützen nicht nur über den ganzen Winter die Triebknospen für das nächste Frühjahr, sondern bieten auch einen interessanten Anblick im Beet. Spätestens im April starten die fleischigen graugrün bereiften neuen Triebe durch und drängen die alten Stängel zur Seite – eine gute Zeit, die Stiele aus dem Vorjahr abzuschneiden. Continue reading

Pflanze des Monats 8-2015 Der Blutweiderich

Blutweiderich

Blutweiderich mit magentafarbenen Blütenähren

Am liebsten wächst der Blutweiderich in voller Sonne am Rand von Tümpeln und Teichen, auf Feuchtwiesen oder in Wassergräben.

Wilde Arten sind in Europa und Asien heimisch und blühen kräftigem Pink oder Magenta. In England werden gezüchtete Sorten gerne im Garten als Zierpflanzen eingesetzt. In Nordamerika dagegen gilt der von eingewanderten Imkern zur Beweidung von Bienen angesiedelte Blutweiderich in vielen Gebieten als exotische aber invasive Bedrohung, die einheimische Feuchtwiesenpflanzen verdrängt und im schlimmsten Fall die Fließeigenschaften von Gewässern verändert. Continue reading