Pflanze des Monats Mai 2018: Silberblatt

SilberblattDas Silberblatt oder der Judas-Silberling (Lunaria annua) ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Ursprünglich wurde das Silberblatt aus Südeuropa als Zierpflanze eingeführt, weniger wegen der im April/Mai erscheinenden rotvioletten Blüten, als wegen der im Herbst auffallenden silbrigen, ovalen Schoten, die von Floristen gerne in Trockensträußen verwendet werden.

Die Blätter sind herzförmig, die Pflanze wird etwa 50-70 m hoch. Das Silberblatt kann sich an halbschattigen, frischen Standorten reichlich versamen. Der tagsüber nur schwach wahrnehmbare Duft intensiviert sich abends und lockt zur Bestäubung vor allem Nachtfalter an. Von diesen ernähren sich wiederum Fledermäuse.

Eng verwandt ist die mehrjährige Mondviole (Lunaria rediviva), die in Deutschland auf der roten Liste steht. Die Mondviole hat unauffälligere, blaßviolette Blüten, der Duft ist aber (auch tagsüber) geradezu umwerfend.

Vorkommen im Biogarten: in den Staudenbeeten und überall

Vorkommen in der Natur: am Gehölzrand, frischer, nährstoffreicher Boden

Pflanze des Monats April 2018: Frühlingsplatterbse

Frühlings-PlatterbseDie Frühlingsplatterbse oder auch Fasanenwicke (Lathyrus vernus) gehört zu den Lippenblütlern und wird ca. 30 – 40 cm hoch.

Sie rankt im Unterschied zu vielen anderen Wicken nicht.
Die Staude bildet im April rotviolette Blütentrauben mit ca. 10 einzelnen Blütchen, die süß duften. Im Verblühen erscheinen die Blüten blau.
Ab Frühsommer erscheinen die zierlichen Schötchen mit ihren runden schwarzen Samen. An schattigen, nährstoffreichen, nicht zu trockenen Stellen im Garten fühlt sie sich wohl und kann sich kräftig aussäen.
Die Blätter sind fiederteilig mit 3 – 4 Fiederpaaren. Besonders für Hummeln stellt sie eine wichtige Nektarpflanze dar. Für Menschen ist die Pflanze schwach giftig.

Die Frühlingsplatterbse ist relativ selten und steht in einigen Bundesländern auf der roten Liste

Vorkommen im Biogarten: ?

Vorkommen in der Natur: eher kalkhaltiger Laubmischwald, Buchenwald

Pflanze des Monats März 2018: Märzenbecher

MärzbecherDer Märzenbecher oder auch Frühlingsknotenblume (botanisch: Leucojum vernus) ist ein Zwiebelgeophyt. Er zeigt die typische Überlebenstrategie vieler (Vor) Frühlingsblüher: Die Pflanze überdauert den Sommer und Herbst als Zwiebel, in der Nährstoffe eingelagert werden, und treibt im frühen Frühjahr eine duftende Blüte, die häufig mit dem Schneeglöckchen verwechselt wird. Die Pflanze wird etwa 20 cm hoch.

Als Nektarpflanze ist der Märzbecher weniger bedeutend. Die nährstoffreichen Samenanhängsel werden, ähnlich wie beim Veilchen, gern von Insekten gefressen und die Samen dadurch verbreitet.

In der Natur ist der Märzbecher selten und steht unter strengem Schutz. Er kommt in Laubmischwäldern vor, der Boden sollte feucht, mull- und nährstoffreich und leicht sauer sein.

Die verwandte Sommerknotenblume (botanisch: Leucojum aestivum) blüht etwas (April-Mai) später, braucht noch feuchteren Boden und wird deutlich größer. Beide Knotenblumen sind – wie viele Zwiebelblumen – für den Menschen giftig.

Vorkommen im Biogarten: ?
Vorkommen in der Natur: Auen- und Laubmischwald

Pflanze des Monats Februar 2018 – Kornelkirche

Die Kornelkirsche (botanisch: Cornus mas) ist keine Kirsche, sondern gehört zu den Hartriegelgewächsen. Der sparrige Strauch kann bis zu 4 Meter hoch werden.

Kornelblüte

Kornelblüte

Im Vorfrühling, oft schon im Februar, erscheinen die kleinen gelben Blüten in Büscheln. Ihr Nektar ist eine wertvolle Nahrung für die ersten Hummeln und andere Insekten.

Im Spätsommer, etwa ab August, trägt die Kornelkirsche länglichovale, etwa 1,5 cm lange dunkelrot-violette Beeren.
Die Früchte sind roh sehr sauer, können aber gut zu Marmelade oder Saft verarbeitet werden.

Die Kornelkirsche stammt urspünglich aus Südeuropa, wird aber schon seit Jahrhunderten in Parks und Gärten gepflanzt und kommt mittlerweile auch verwildert an sonnigen Waldrändern oder in Gehölzriegeln vor. Im Naturgarten kann man die Kornelkirsche gut in eine gemischte Strauchhecke pflanzen, sie braucht aber viel Platz, um sich auszubreiten.

Standort im Biogarten: Gehölzbeet am Eingang
Standort in der Natur: Gebüsche, sonnige Waldränder

Ins Frühjahr starten beim 3. Kölner Saatgut Festival…

am 3.3.2018, 11 bis 17 Uhr, VHS Neumarkt

Beim diesjährigen SaatgutFestival gibt es u.a. jede Menge Informationen zum Thema Wildbienen, Schmetterlinge und was sie zum Leben in unserer Stadt brauchen. Natürlich auch Saatgut für insektenfreundliche Wiesen, Beete, Grünstreifen und mehr.

Der VHS Biogarten Thurner Hof wird mit einem Stand vertreten sein, an dem ihr (fast) alles über Stecklingsvermehrung erfahren könnt. Schwerpunkt hier: die von den Insekten heiß begehrten Kräuterpflanzen.

Programm zum Download

VHS Kurse Frühjahr 2018

Zum Frühjahr beginnen die neuen Kurse der VHS.

Neben der “Langzeit”-Teilnahme an den VHS Biogarten- und Imker-Arbeitskreisen

werden auch wieder interessante Tageskurse und Veranstaltungen angeboten wie:

Details zu den Kursen mit Links zur VHS Kursanmeldung findet man auch auf unseren Garten und Imkerei VHS-Seiten, sowie in unserem Terminkalender.

13.1. BarCamp “Essbare Stadt Köln”

Köln wird essbar – machst Du mit?
Wir wollen, gemeinsam mit Euch, Projekte für die Essbare Stadt in Köln vorantreiben. Ob in Kitas oder auf öffentlichen Grünflächen, ob Kartoffelacker oder Pflaumenbaum: Gemeinsam und vor Ort wollen wir erleben, wie nicht nur unser Essen, sondern auch Gemeinsinn und Initiative wachsen.

Möchtest Du in Deinem Stadtviertel, Deiner Straße, Deine Verein oder irgendwo sonst Projekte der Essbaren Stadt anschieben oder vorantreiben?
Dann kommt zum BarCamp. Hier findest du Gleichgesinnte und Mitstreitende, Tipps und Tricks von Saatgut bis Community-Building bis hin zur politischen Unterstützung für Dein Vorhaben.

Samstag 13.01.2017 / 9.30 bis 18.00 Uhr
Friedrich-Wilhelm-Gymnasium / Severinstr. 241 / 50676 Köln

 

 

Winterliche Grüße aus dem Biogarten

Der Biogarten wünscht allen ein schönes Weihnachtsfest
und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr !!

Herrenhaus

HütteObwohl es im Biogarten so winterlich wie auf dem Bildern von Hans-Rudolf nur an einem Tag aussah, ist etwas Ruhe im Garten eingekehrt. Das Gemüse ist (fast) alles abgeerntet und die Bienen halten sich in den Beuten warm. Trotzdem gibt es natürlich immer was zu tun an Vorbereitung und Reparaturen.

 

BienenhausBeutenWieseObstwiese

 

von der ObstwieseWir freuen uns schon auf die länger werdenden Tage und ein schönes und erfolgreiches nächstes Garten- und Imkerjahr.

Bis bald…

 

Herbst-Pflanzentauschbörse: Sonntag, 15.10, 14 bis 17 Uhr bei Neuland

Der Herbst hat eindeutig begonnen, viele haben schon Saatgut geerntet oder sind dabei, Beete umzugestalten und frühblühende Stauden zu teilen. Überschüsse könnt ihr wie jedes Jahr bei der Herbsttauschbörse loswerden und natürlich genau die Pflanze oder das Saatgut mitnehmen, die es nicht so ohne weiteres zu kaufen gibt.

TauschbörseAufgrund des sehr späten Zeitpunkts der diesjährigen Schulferien gibt es eine kleine Terminverschiebung: Statt wie sonst am letzten Sonntag im Oktober findet die Tauschbörse schon am 15.10. von 14 bis 17 Uhr statt, wie letztes Jahr bei Neuland in der Kölner Südstadt (Alteburger/Koblenzer Straße, KVB-Haltestelle Schönhauser Str.). Wer nichts zum Tauschen hat, kann wie immer Pflanzen und Saatgut gegen Spende mitnehmen. Diese gehen an den Veranstalter, das Netzwerk der Kölner Gemeinschaftsgärten.