Pflanze des Monats – Juni 2013

Holunderstrauch

Holunderstrauch

Ein frischer, fruchtiger Holunderduft liegt in der Luft, wenn in Mai und Juni der Holunder seine großen weissen oder elfenbeinfarbenen Blütenteller öffnet. Damit zeigt der Holunder im phänologischen Kalender das Ende des Vollfrühlings an, denn die Holunderblüte ist einer der Frühsommer-Indikatoren.

Der Duft der Blüten kann in Sirup, Gelee oder Holundersekt konserviert werden und im Herbst läßt sich aus den schwarzen Beeren ein dunkelroter Holundersaft gewinnen, der ebenfalls zu Marmelade und Gelee weiterverarbeitet werden kann.

 

Roh sind Holunderbeeren (botanisch: Steinfrüchte) wegen des Gehaltes an Sambunigrin leicht giftig und können zu Übelkeit, Krämpfen und Erbrechen führen. Durch Erhitzen zerfällt der Wirkstoff jedoch und dann ist Holundersaft wegen des hohen Gehaltes an Vitaminen, Mineralen und sekundären Pflanzenstoffen sehr gesund und wird als Pflanzenmedizin gerne bei Erkältungskrankheiten und Fieber eingesetzt. Heilwirkung sollen aber auch die getrockneten Blüten und die Rinde des Holunders haben.

Darüber hinaus wurde und wird der rote Farbstoff der Früchte zum Färben von Lebensmitteln und Textilien eingesetzt.

In einigen Gegenden Deutschlands und Österreichs wird Holunder erwerbsmäßig angebaut.

Als Wildgehölz bietet er einer Vielzahl von Insekten, Vögeln und Kleinlebewesen Nahrung oder Nistmöglichkeiten

Anbei noch ein Rezept für Holunderblüten in Bierteig, bereitgestellt von Brigitte S.

Zutaten:
150 g Mehl
125 ml Bier
70 ml Milch
30 ml Öl oder geschmolzene Butter
2 mittlere Eier
1 Esslöffel Zucker
2 Prisen Salz
Holunderdolden (je nach Größe 4-6)
Öl oder anderes Fett zum Ausbacken
Puderzucker nach Belieben
Zubereitung:
Mehl, Milch, Bier und Fett verrühren.
Eier, Zucker und Salz dazugeben und verrühren.
DenTeig 30 Minuten ziehen lassen.
Die Holunderdolden vorsichtig ausschütteln, damit kleine Insekten herausfallen, aber nicht waschen.
Öl in einem Topf oder einer Pfanne erhitzen.
Die Blüten in den Bierteig tauchen, überflüssigen Teig abtropfen lassen in dem Öl mit der Blütenseite nach unten goldgelb ausbacken.
kurz abtropfen lassen, nach Geschmack Puderzucker drüberstreuen.
Guten Appetit!

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Standort in der Natur: an Waldrändern oder in Gehölzstreifen in Sonne oder Halbschatten, auf fast jedem Boden, sofern genügend Stickstoff vorhanden ist.

Standort im Biogarten: An verschiedenen Stellen im Gehölzsaum; besonders gut lassen sich Blüten und Fruchtstände an der Brücke unter der Thuja in Augenschein nehmen. Holunder wird nur etwa 20 Jahre alt. Im Biogarten haben einige Holunder dieses Alter bereits erreicht  und sind infolge des Alters, wohl aber auch im Zusammenspiel mit Wühlmausbefall, deutlich geschwächt oder im Absterben begriffen. Neue Holunderbüsche sind dieses Frühjahr gesetzt worden.

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