Pflanze des Monats 4-2016 – Das Vergißmeinnicht

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Vergißmeinnicht

Dort, wo sich das Vergißmeinnicht des vergangenen Jahres aussamen konnte und die im vergangenen Herbst gekeimten Blattrosetten nicht mit dem Unkraut ausgerissen wurden, blühen auch dieses Jahr wieder die Vergißmeinnicht, während sie dort, wo ungeübte Gärtner/innen die 2-jährigen nicht erkennen oder im Winter vermeintliche Ordnung herrschen soll, von einer Saison auf die nächste schon mal verloren gehen, obwohl das Vergißmeinnicht Fröste auch ohne Schutz gut übersteht.

Die rund 50 wilden Arten des Vergißmeinnicht haben sich an die unterschiedlichen Standortbedingungen in Wiesen, Wäldern, Sümpfen oder Bergen angepaßt, aber fast alle benötigen einen möglichst feuchten Boden. Gezüchtete Gartensorten wachsen besonders gleichmässig oder blühen prachtvoll in den unterschiedlichsten Blautönen, aber auch weiß oder rosa.

Wegen seines auffordernden Namens dient das Vergißmeinnicht als Abschiedsgeschenk unter Liebenden, aber auch als Symbol für politische Initiativen, darunter den Genozid an den Armeniern zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Das Vergißmeinnicht gehört zu den Boraginaceaen, die besonders gut Mineralien aus dem Boden aufnehmen und als Mulch oder über Verkompostieren anderen Pflanzen zur Verfügung stellen.

Nach der Blüte unbedingt so lange stehen lassen, bis sie sich versamen können. Als früher Blüher macht das Vergißmeinnicht zumeist ab Ende Mai, Anfang Juni den Platz für Gemüse oder andere Zierstauden frei.

Standort im Biogarten: überall dort, wo es sich aussamen konnte

Standort in der Natur: überall in Europa je nach Standortbedingungen in unterschiedlichen Arten als Wiesen-, Wald-, Sumpf- oder alpines Vergissmeinnicht; in Böden, die feucht sind, aber Nässe nicht stauen (außer beim Sumpfvergißmeinnicht)

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