Pflanze des Monats 8-2015 Der Blutweiderich

Blutweiderich

Blutweiderich mit magentafarbenen Blütenähren

Am liebsten wächst der Blutweiderich in voller Sonne am Rand von Tümpeln und Teichen, auf Feuchtwiesen oder in Wassergräben.

Wilde Arten sind in Europa und Asien heimisch und blühen kräftigem Pink oder Magenta. In England werden gezüchtete Sorten gerne im Garten als Zierpflanzen eingesetzt. In Nordamerika dagegen gilt der von eingewanderten Imkern zur Beweidung von Bienen angesiedelte Blutweiderich in vielen Gebieten als exotische aber invasive Bedrohung, die einheimische Feuchtwiesenpflanzen verdrängt und im schlimmsten Fall die Fließeigenschaften von Gewässern verändert.

Blutweiderich enthält in deutlichen Mengen Gerbstoffe, die seit der Antike vor allem aus den Wurzeln und Blüten gewonnen und gegen Durchfallerkrankungen und zum Blutstillen eingesetzt wurden.

Im Hochsommer dient der Blutweiderich Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen als Nektarquelle. An geeigneten Standorten kann er bis zu 2 m Höhe und knapp 1 m Durchmesser erreichen. Er kommt auch mit deutlich trockneren Standorten zurecht, wächst dann aber gedrungener und blüht kürzer. 

Standort in der Natur: auf zumindest wechselfeuchten Substraten

Standort Im Biogarten: rund um den Wassergraben, vom Steg aus an mehreren Stellen zu beobachten – Der bei Wikipedia abgebildete Blutweiderich steht übrigens völlig untypisch auf der Trockenmauer des Kölner Biogartens in einem kisigen Substrat, wo er im regenreichen Sommer 2014 die stattliche aim Photo festgehaltene Größe erreicht hat, im trocknen Sommer 2015 ist er um ein vielfaches kleiner geblieben.

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