Pflanze des Monats – August 2013

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Kapuzinerkresse orange

Wegen ihrer großen leuchtend gelben, orangen oder roten Blüten wird die Kapuzinerkresse seit langem als einjährige Zierpflanze geschätzt. Die essbaren Blätter, Blüten und Früchte lassen sich mit ihrem scharfen, senfartigen Geschmack aber auch gut in Salaten verwenden. Und nun ist die Kapuzinerkresse auch noch die Arzneipflanze des Jahres 2013 geworden.

Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde weist auf seiner Webseite darauf hin, dass die Senföle, die der Kapuzinerkresse den interessanten Geschmack vermitteln, hemmende Wirkstoffe gegen Viren, Bakterien und Pilze bieten, die im Bereich von Atemwegs- und Harninfekten angewendet werden. Darüber hinaus enthält Kapzuinerkresse viel Vitamin C.

Gut zu erkennen sind Kapuzinerkressen an den runden blaugrünbereiften Blättern und dem mittig unter dem Blatt ansetzenden Stiel, sowie an den 5 Blütenblättern, die in einem spitzen Sporn enden und an die Kapuzen der Kapuzinermönche erinnern, was der Pflanze den Namen gab.

Die Kapuzinerkresse ist eine nützliche Begleitpflanze im Gemüsegarten. Sie zieht zwar Läuse an, die dafür andere Gemüsenachbarn weniger befallen und unterstützt damit zugleich das Heranwachsen von Läusevertilgern wie Marienkäfern und Florfliegen. Mit ihrem scharfen Geruch hält sie andererseits z.B. von Gurken und Zucchinis Schadinsekten ab.

Standort in der Natur: Die Kapuzinerkresse stellt wenig Ansprüche und gedeiht an sonnigen Standorten in jedem gut drainierten Boden. Je fruchtbarer der Boden, desto geringer allerdings die Anzahl der Blüten. In ihrer mittel-und südamerikanischen Heimat ist die Kapuzinerkresse mehrjährig. Kälte verträgt sie jedoch kaum und nach dem ersten Frost  bleiben nur matschige helle Ranken übrig. Ableger soll man aber an sonnigen Fenstern über den Winter im Zimmer kultivieren können.

gelbe Kapuzinerkresse

gelbe Kapuzinerkresse

Standort im Biogarten: Seit langem säht sich die Kapuzinerkresse mit allen möglichen Farbvarianten von blassgelb über orange bis dunkelrot im nördlichen Bereich der Kräuterbeete und in den daran anschliessenden Anzucht- und Gemüsebeeten selber aus.

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